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KiGGS – Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) wird vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführt.

Mit der ersten KiGGS-Studie (Basiserhebung) von 2003-2006, die damals noch als Kinder- und Jugendgesundheitssurvey bezeichnet wurde, lagen für Deutschland erstmals umfassende und bundesweit repräsentative Gesundheitsdaten für Kinder und Jugendliche vor.

Seit 2009 wird KiGGS als Bestandteil des Gesundheitsmonitorings am Robert Koch-Institut als Langzeitstudie fortgeführt.

Merkmale von KiGGS

Der besondere Wert der mit KiGGS erhobenen Gesundheitsdaten ergibt sich aus drei zentralen Merkmalen, die in dieser Kombination in Deutschland einzigartig sind:

  • KiGGS stellt wiederholt bundesweit repräsentative Daten zur Verfügung, mit denen die aktuelle gesundheitlichen Lage der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sowie zeitliche Entwicklungstrends beschrieben werden können.
  • Mit KiGGS werden Gesundheitsdaten sowohl mit Hilfe von Befragungen als auch mittels medizinischer Untersuchungen, Tests und Laboranalysen erhoben, um validere Messungen und bessere Häufigkeitsschätzungen für Krankheiten zu ermöglichen.
  • KiGGS beinhaltet zudem eine Kohorte, d. h. Kinder und Jugendliche der Basiserhebung werden bis ins Erwachsenenalter hinein wiederholt eingeladen, so dass bei weiterer Teilnahme Ursachen und Bedingungen gesundheitlichen Veränderungen im Lebenslauf analysiert werden können.

Gesundheitsmonitoring am Robert Koch-Institut

Das RKI ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Institut hat unter anderem den Auftrag, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erarbeiten, die für gesundheitspolitische Entscheidungen genutzt werden.

Grundlage für fundierte gesundheitspolitische Maßnahmen sind umfassende und verlässliche Kenntnisse über die gesundheitliche Lage in Deutschland. Um solche Aussagen treffen zu können, sind aktuelle Gesundheitsdaten erforderlich. Einige Gesundheitsinformationen kommen aus der amtlichen Statistik oder von den Krankenkassen. Es gibt aber viele wichtige Themenbereiche, die nur durch Befragungen, Untersuchungen und Labortests genau abzuklären sind.

Deshalb führt das RKI unter dem Namen „Gesundheitsmonitoring“ regelmäßig bundesweite Gesundheitsstudien durch. KiGGS gehört zusammen mit der „Studie zur Gesundheit von Erwachsenen in Deutschland“ (DEGS) und „Gesundheit in Deutschland aktuell“ ( GEDA ) zu den drei Säulen des Gesundheitsmonitorings.

Da einzelne Studien immer nur eine Momentaufnahme des aktuellen Zustands liefern können, sieht das Gesundheitsmonitoring „kontinuierliche“ Datenerhebungen vor.

Die Studien des Gesundheitsmonitorings sind dabei aufeinander abgestimmt und ergänzen sich gegenseitig.

Informationen für Wissenschaft und Politik

Die Daten des Gesundheitsmonitorings schaffen zusammen mit anderen Informationsquellen eine umfassende Daten- und Informationsgrundlage für die Gesundheitswissenschaften (Public Health) und die Gesundheitspolitik in Deutschland.

Informationen aus dem Gesundheitsmonitoring fließen regelmäßig in die Publikationen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) am Robert Koch-Institut ein.

Gesundheitsberichterstattung des Bundes am RKI

Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung (IS-GBE)

Bundesministerium für Gesundheit