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KiGGS – Studiendesign

Um die Ziele der Studie umzusetzen, wurde KiGGS als kombinierte Quer- und Längsschnitterhebung konzipiert. Die Gesundheitsdaten werden dabei sowohl mittels Befragungen als auch mithilfe körperlicher Untersuchungen und Tests erhoben. 

Wiederholte repräsentative Querschnittstudien

Damit KiGGS kontinuierlich aktuelle und bundesweit verallgemeinerbare Gesundheitsdaten liefern kann, sind verschiedene Erhebungszeitpunkte notwendig. Die Datenerhebungen umfassen deshalb zeitversetzt mehrere Wellen, in denen Gesundheitsdaten erfasst werden, die für die Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren repräsentativ sind (Querschnitte).

Die Daten dieser Erhebungswellen liefern für den betreffenden Erhebungszeitraum aktuelle Daten, die es ermöglichen, beispielsweise die Häufigkeit verschiedener Krankheiten zu schätzen und verschiedene Gruppen von Kindern und Jugendlichen miteinander zu vergleichen (Querschnittanalysen). So kann zum Beispiel analysiert werden, ob Gruppen, die in bestimmten Lebenszusammenhängen aufwachsen, eher von einem Gesundheitsproblem betroffen sind als andere.

Der Vergleich der Daten aus verschiedenen, repräsentativen Erhebungswellen (Querschnitte) ermöglicht Aussagen über zeitliche Veränderungen in der gesundheitlichen Lage (Trendanalysen). Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob die Verbreitung eines Gesundheitsproblems im Vergleich zu den vorherigen Erhebungszeiträumen eher zunimmt, abnimmt oder stagniert.

KiGGS-Kohorte als Längsschnittkomponente

Das Erkennen von Gesundheitstrends ist wichtig, um Handlungsfelder für die Gesundheitspolitik zu identifizieren. Um Ansätze für die Entwicklung von gesundheitspolitischen Maßnahmen zu entwickeln, sind jedoch auch Erkenntnisse über die Bedingungen gesundheitlicher Veränderungen notwendig.

Hierzu ist es erforderlich, dieselben Studienpersonen – die Kinder und Jugendlichen der KiGGS-Basiserhebung (KiGGS-Kohorte) – zu verschiedenen Erhebungszeitpunkten wiederholt einzubeziehen. So kann ermittelt werden, welche Bedingungen beim Aufwachsen mit bestimmten Veränderungen im Gesundheitszustand einhergehen.

Auf diese Weise können beispielsweise bestimmte Verhaltensweisen oder Lebensbedingungen der Kindheit mit der Entstehung von Gesundheitsproblemen im Erwachsenenalter in Zusammenhang gebracht werden.

Befragungen und Untersuchungen vor Ort

In jeder Erhebungswelle finden Befragungen statt. Nicht alle Aspekte lassen sich jedoch durch Befragungen erfassen, d. h. für eine Reihe von Fragestellungen ist es wichtig, zusätzlich auf Messwerte zurückgreifen zu können. In ausgewählten Wellen werden die Befragungen deshalb durch medizinische Untersuchungen, Tests und Laboranalysen (z. B. von Blut- und Urinproben) ergänzt. 

Die Untersuchungsdaten werden vor Ort durch eigens dafür geschulte, ärztlich geleitete mobile Teams erhoben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dazu in Untersuchungszentren an ihrem Wohnort eingeladen. Untersuchungen und Tests werden jedoch nicht in jeder Erhebungswelle durchgeführt, da die Erhebungen aufwändig und kostspielig sind.